Geschichte

Bereits vor der reinen Darstellung des Elementes beschäftigten sich Wissenschaftler mit Magnesiumsverbindungen. So gab es die Bezeichnung Magnesium schon vor der reinen Herstellung. Die Bezeichnung stammt von dem Wort Magnesia ab, welches der Chemiker dem Magnesiumcarbont zuordnete. Das Element wurde erstmals 1830 durch den französischen Chemiker Alexandre Bussy in reiner Form dargestellt. [1] Der Mineralstoff trägt das Symbol Mg und ist mit der Ordnungszahl 12 in der 2. Hauptgruppe des Periodensystems gelistet.

Physiologische Bedeutung

Magnesium ist im Körper mit 20-25g vorhanden, weshalb es zu dem Mengenelementen gehört [2]. 60% befinden sich in den Knochen während der Rest in der Muskulatur, dem Weichteilgewebe und in geringer Menge in extrazellulären Flüssigkeiten und dem Serum vorhanden ist [4]. Empfohlen wird eine tägliche Aufnahme von 350-400mg. Hiervon werden 30-40% im Dünndarm aufgenommen, was ca. 150mg entspricht [3, 4]. Das Magnesium im Blut wird über die Niere gefiltert und in der Henle Schleife zurück resorbiert. Die Ausscheidung erfolgt zu 60% durch den Stuhl während der übrige Teil durch Urin und Schweiß ausgeschiedenen wird.

Wirkung von Magnesium

Im menschlichen Körper übernimmt das Mineral folgende Funktionen:

  • Wichtig für die Mineralisierung der Knochen
  • Es ist ein Elektrolyt und an der Freisetzung von Hormonen wie Adrenalin beteiligt
  • Cofaktor von über 300 Enzymen [5]
  • Stabilisierung des Aktionspotenzials des Herzmuskels
  • Regulation der Erregungsleitung an Muskeln und Nerven [6]

Magnesium-reiche Lebensmittel

Das Mineral lässt sich gut aus Obst, Nüssen und Korn aufnehmen. Weitere Faktoren wie der Vitamin D-Spiegel sind jedoch zu berücksichtigen, da die Aufnahme, trotz ausreichender Zufuhr, gehemmt sein kann. Magnesiumgehalt in mg pro 100Gramm Lebensmittel [11, 12]:

Sonnenblumenkerne als natürliche Magnesiumquelle

Magnesium Tagesbedarf

Die Tagesbedarfsempfehlungen richten sich nach Alter und Geschlecht, Schwangere und Stillende benötigen meistens eine höhere Menge.

Magnesium Mangel

Eine Serumskonzentration < 0,70 mmol/ l wird Hypomagnesiämie gennant. Ursachen können eine unzureichende Aufnahme, eine verringerte Resorption und eine erhöhte Ausscheidung sein. Dies können die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums, Medikamente, Durchfall, Diabetes oder eingeschränkte Nierenfunktionen sein. Aber auch ein unausgeglichener Mineral-/ Vitaminhaushalt kann im Zusammenhang stehen. Anzeichen können Übelkeit, Schwäche, Zittern oder Krampfanfälle sein [8].

Überdosierung / Nebenwirkungen möglich?

Ein Überschuss, die sogenannte Hypermagnesiämie, besteht bei einer Konzentration > 1,05 mmol/ l. Selten kann es durch eine Niereninsuffizienz oder eine Schilddrüsenunterfunktion zum Überschuss führen. Bei gesunden Menschen kommt es nicht vor, da hohe Mengen ohne Resorption wieder ausgeschieden werden.

Magnesiumpräparate, ja oder nein?

Auch wir sind der Meinung, dass Nahrungsergänzungsmittel keine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ersetzen kann. Doch die perfekte Ernährungsweise ist von Mensch zu Mensch verschieden und muss individuell an den Lebensstil angepasst sein. Einfach ein paar Tabletten einwerfen macht keinen Sinn und kann zu Gesundheitlichen Problemen führen. Ob man mit Magnesium unterversorgt ist, kann man leicht anhand einer Blutanalyse feststellen. Danach sollte gemeinsam mit dem Arzt oder Heilpraktiker entschieden werden ob die Ernährung angepasst werden kann oder man zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen sollte. Auch Wechselwirkungen mit Medikamenten müssen berücksichtigt werden. Grundsätzlich spricht aber nichts dagegen, die Magnesiumversorgung durch ein Supplement zu unterstützen, wenn ein Mangel vorliegt.

Wann und wie oft sollte man ein Magnesiumpräparat einnehmen?

Wer viel Sport betreibt sollte auf seine Magnesiumversorgung achten

Bestimmte Lebensumstände wie eine Schwangerschaft, Stress oder ausgiebiger Sport können einen erhöhten Bedarf voraussetzen.

Es empfiehlt sich, Magnesium gemeinsam mit oder vor nährstoffreichen Mahlzeiten einzunehmen. B Vitamine, Vitamin E, Selen und Zink sind für die Aufnahme und Verarbeitung von Magnesium nötig und erhöhen die Bioverfügbarkeit. Bei einer hohen Dosierung nehmen Sie das Magnesiumpräparat am besten zwei- bis dreimal pro Tag in regelmäßigen Abständen ein. Ansonsten bietet sich der Abend an, weil Magnesium beruhigend wirkt und gesunden Schlaf fördert. [12]

Wenn Du noch mehr über Minerale erfahren möchtest, schau im Mineralstoff 1×1 rein und erhalte alle wichtigen Informationen rund um Mineralien. Viel Spass!

Wie ist deine Meinung zum Thema Magnesium?
Bist du gut versorgt, hast du dich mit dem Thema schon beschäftigt? Erzähl uns deine Erfahrung in den Kommentaren!


Weiteres wissenswertes und Angebote:

 

Quellen:

[1] Theodor Gerding: Die allgemeinen Grundlehren des wissenschaftlich chemischen Lehrgebäudes

[2] Rudolf Schweitz: Urologie mit Andrologie, 2018, S. 52

[3] Rudolf Schweitzer: Endokrinologie mit Stoffwechsel, 2018, S. 194

[4] http://www.vitalstoff-lexikon.de/Mineralstoffe/Magnesium/

[5] http://www.vitalstoff-lexikon.de/Mineralstoffe/Magnesium/Funktionen.html

[6] https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2010/daz-25-2010/magnesiumupdate-2010

[7] https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/magnesium/

[8] https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/endokrine-und-metabolischekrankheiten/elektrolytstörungen/hypomagnesiämie?query=Hypomagnesiämie%20(niedriger%20Magnesiumspiegel%20im%20Blut)

[9] https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/endokrine-und-metabolischekrankheiten/elektrolytstörungen/hypermagnesiämie?query=Hypermagnesiämie(hoher%20Magnesiumspiegel%20im%20Blut)

[10] Rudolf Schweitzer: Endokrinologie mit Stoffwechsel, 2018, S. 193-194

[11] https://www.ugb.de/ernaehrungsplan-praevention/magnesium-stress-erhoehtbedarf/?magnesium-mineralstoffe

[12] http://www.vitalstoff-lexikon.de/Mineralstoffe/Magnesium/Lebensmittel.html

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.