Eine kurze Einleitung:

Autor: Patrick, Ingenieur und Lebensmittelexperte

Seit jeher interessiere ich mich für Ernährung, Nahrungsergänzung und die dahinter stehenden Produktionsprozesse. Ich wollte alles über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit erfahren und wie hochwertige Produkte entstehen. Als studierter Ingenieur kann ich einschätzen ob Mitarbeiter und Maschine gut zusammenarbeiten, ob alle Qualitätsstandards eingehalten werden und wie sich ein Unternehmen für die Zukunft aufstellt. Dabei spielen Aspekte aus Digitalisierung und Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Im folgenden möchte ich kurz erläutern wie Nahrungsergänzungsmittel hergestellt werden und wo die Unterschiede bei einer synthetischen und natürlichem Herstellung liegen.


Wo kommen die Nahrungsergänzungsmittel her?

Weil es so viel preiswerter ist, werden Vitamine heute in der Regel synthetisch, das heißt im Labor erzeugt. Das kann einfach durch chemische Reaktionen erfolgen (z.B. mittels Synthese von Vitamin C aus Glukose oder durch Cracking aus Rohöl / Rohbenzin, unter anderem zur Herstellung von Vitamin A) oder aber durch biotechnische Fermentation mit Hilfe von Mikroorganismen, Pilzen oder Hefen. Unter diesen können auch gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sein. So ist beim Vitamin C seit ca. 15 Jahren auch ein Fermentationsverfahren mit gentechnisch modifizierten Stämmen üblich. Wirklich natürlicher Herkunft, also aus Pflanzen oder Tieren gewonnen, werden Vitamine nur noch sehr selten.

Bei Vitamin C, B2 und Vitamin B12 werden schon seit Jahren weitestgehend biotechnologische Produktionsverfahren mit gentechnisch veränderten Bakterien genutzt. Es gibt aber weiterhin auch Verfahren ohne GVO, beispielsweise für Beta-Carotin als Vitamin-A-Vorstufe oder Biotin, aber eben auch noch für Vitamin B2 und Vitamin C. Vitamin E kann sowohl biotechnologisch als auch aus (GVO-)Sojabohnen gewonnen werden.

Was verboten ist: Die Vitamine dürfen nicht mit den GVO verunreinigt sein. Ist das der Fall, werden sie vom Markt genommen bzw. schon an der EU-Außengrenze zurückgewiesen.

Sind meine Produkte Gentechnisch verändert

Glucose-Fructose-Sirup aus gentechnisch veränderten Mais muss in Deutschland gekennzeichnet werden

Wie bereits erwähnt ist die Verwendung von Gentechnisch veränderten Organismen in der EU verboten. Allerdings muss erwähnt werden, dass bestimmte Anteile aus gentechnisch veränderten Organismen verwendet werden können. So z.B. Glucose oder Stärke aus gentechnisch verändertem Mais. Die bei der Glukosegewinnung eingesetzten Enzyme werden häufig mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt. Dieses Verfahren ist z.B. bei der Herstellung von Ascorbinsäure (Vitamin C) heutzutage ausgereift und wird kommerziell eingesetzt.

Kennzeichnung bei Verwendung von Genmanipulierten Zutaten: Zutaten und Zusatzstoffe sind kennzeichnungspflichtig, wenn sie unmittelbar aus gentechnisch verändertem Mais hergestellt werden. Ob dieses auch auf Vitamin C bzw. Ascorbinsäure zutrifft, die in mehreren Verarbeitungsstufen aus Maisstärke bzw. Glukose hervorgeht, ist rechtlich nicht eindeutig geklärt. In der Praxis hat sich durchgesetzt, dass nicht gekennzeichnet wird. Zusatzstoffe, die in geschlossenen Systemen mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, sind nicht zu kennzeichnen. Voraussetzung ist, dass der jeweilige Zusatzstoff aufgereinigt wird und keine nachweisbaren Bestandteile der verwendeten Mikroorganismen enthält.

Wie entstehen BIO-Nahrungsergänzungsmittel?

Der Herstellungsprozess lässt sich grob mit diesen vier Oberbegriffen beschreiben:

Rohstoffauswahl

Zunächst werden hochwertige Rohstoffe in Frische und Qualität ausgewählt. Für z.B. Vitamine werden neben Früchten und Kräutern bzw. Extrakten daraus noch Sprossen und Bienenprodukte (Propolis, Gelee Royale) oder Algen aus Bio-Anbau als Nährstoffquelle eingesetzt.

Veredelungsverfahren

Durch Veredelungsverfahren, wie Keimung und Fermentation, werden die Rohstoffe in einer gut vom Körper verwertbaren Form aufgeschlossen. Wie funktioniert das? Bei der Keimung wird der Keimling im Korn durch Wasser und Wärme dazu angeregt zu wachsen. Er bildet dabei Enzyme. Das sind Eiweißmoleküle, die als Katalysatoren chemische Reaktionen beschleunigen, ohne sich selbst dabei zu verbrauchen. Enzyme sind für den Stoffwechsel unverzichtbar. Parallel zu den Enzymen werden Vitalstoffe vervielfältigt und auch bioverfügbar gemacht. Hat der Keimling die Stufe mit dem höchsten enzymatischen Nährwert erreicht, kann er weiterverarbeitet werden. Zur Erzeugung gut verwertbarer Aminosäuren, wird ein Fermentationsprozess eingesetzt, in dem enzymreiches Soja von schwerverdaulichem hochmolekularem Eiweiß in kleine Bausteine umgewandelt wird. Diese Aminosäuren liegen zu über 25 % „frei“ zur sofortigen Energiezufuhr vor. Die medizinische Kulturhefe enthält viele B-Vitamine und probiotische Wirkstoffe für den Darm und den Immunaufbau. Auch hier sind enzymaktive Wirkstoffe enthalten. Vitaminreiches Obst und Gemüse wird zu Konzentraten und Pürees verarbeitet.

Trocknung

Alle hochwertigen Inhaltsstoffe müssen dann frisch und erntereif zusammengeführt und haltbar gemacht werden. Da viele Vitalstoffe extrem empfi ndlich sind und durch Wärme, Licht und Luft zerstört werden können, wird das Verfahren der Gefriertrocknung angewendet. Ein teures, aber besonders schonendes Trocknungsverfahren. Das Produkt wird dabei zuerst eingefroren und dann wird bei Minusgraden der Wasseranteil herausgetrocknet. Zurück bleibt ein feines Pulver, das sich in Flüssigkeit wieder auflöst und seine Inhaltsstoffe freigibt.

Herstellungsverfahren einiger BIO-Nahrungsergänzungsmittel:

B-Vitamine: Extrakte aus Bio-Getreidekeimlingen wie Quinoa, Weizen, Dinkel oder Gerste, aus Basilikumblättern oder Guaven. Folat ist in Zitronenschalenextrakt enthalten. Eine für den Menschen nutzbare Form von Vitamin B12 stammt aus Chlorella- und Nori-Algen, nicht aber aus Spirulina und AFA.

Vitamin B12: Chlorella und Nori-Algen

Vitamin C: Extrakte aus Acerola-Kirsche, seltener Sanddornbeeren

Vitamin E: Weizenkeimöl

Mineralstoffe: Werden Rohstoffquellen wie Algen, Kräuter oder Pflanzenstoffe verwendet.

Rotalgen als natürliche Calciumquelle

Calcium-Quelle: Meist calciumhaltige Algenpulver (Rotalgen oder auch Lithothamnium = calciumhaltige Reste einer Seealge nach deren Absterben), Brennessel- oder Rotkleepulver

Zink und Selen: Werden zink- oder selenhaltige Hefen eingesetzt. Selen stammt aber auch aus Senfkörnern.

Eisen: Als Quelle dient meist Curryblattextrakt oder Guavenblattextrakt.

MagnesiumEin zentraler Baustein des Chlorophylls. Deswegen werden dafür Graspulver (Weizengras etc.) genommen, der Gehalt dürfte mengenmäßig aber nicht relevant sein. Auch wird Lithothamnium als magnesiumhaltig bezeichnet.

Jod: Als Quelle sind Meeresalgen wie Fucus oder Nori – allerdings ist es hier mit der Dosierung

Antioxidantien: Als Quelle dienen oft Extrakte aus Hagebutten

nicht einfach, da die enthaltenen Mengen sehr stark schwanken und oftmals deutlich zu hoch sind.

Antioxidantien: Als Quelle dienen Extrakte aus Bio-Grapefruit- oder Traubenkernen. Weitere Quellen sind Grüntee/Matcha oder Cranberry sowie Granatapfel. Ansonsten sind den pflanzlichen Zutaten – meist Superfoods in Pulverform – keine Grenzen gesetzt, sei es Moringablatt, Maca, Acai, Aronia, Goji, Hagebutte, Spinat, Grünkohl.

Omega-3Fettsäuren: stammen beispielsweise aus Chia- oder Leinsamen, aber auch aus Perilla (Schwarznessel) und demnächst vielleicht aus heimischem Amaranth. Auch DHA-reiche Öle aus verschiedenen Meeres-Mikroalgen (Schizochytrium, Ulkenia) gibt es in Bio-Qualität. Darüber hinaus werden auch Borretschöl, Nachtkerzen- oder Schwarzkümmelöl (Gamma-Linolensäure und Linolsäure) in Kapselform angeboten. Es gibt aber auch Omega-3-Fischöl-Kapseln, hergestellt aus Bio-Fisch.

Welche Regeln für BIO-Nahrungsergänzungsmittel?

Das Bio-Zeichen dürfen nur solche Nahrungsergänzungsmittel tragen, die sich an die EU-Öko-Verordnung halten. Das heißt, die Zutaten müssen aus der ökologischen Landwirtschaft kommen. Beim ökologischen Anbau wird auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln sowie die Anwendung von Gentechnik verzichtet.

Des Weiteren verbietet die EU-Öko-Verordnung den Zusatz von isolierten Vitaminen und Mineralstoffen einschließlich Spurenelementen sowie Aminosäuren und Mikronährstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln. Sie erlaubt jedoch Ausnahmen, soweit die Anreicherung gesetzlich vorgeschrieben ist, z. B. bei diätetischen Lebensmitteln oder Säuglingsprodukten.

Zu erkennen sind Bio-Nahrungsergänzungsmittel immer am EU-Logo. Neben dem EU-Logo können außerdem das deutsche Biosiegel sowie die Zeichen der deutschen Öko-Anbauverbände verwendet werden.

BIO = besser?

Vitamine und Mineralstoffe, die aus pflanzlichen Quellen stammen und in „organisch gebundener Form“ vorliegen, sind vom Körper nicht besser verwertbar als andere. Allerdings liefern Nahrungsergänzungsmittel aus natürlichen Rohstoffen die Vitamine oder Mineralstoffe im natürlichen Verbund (Pflanzenmatrix), wenn auch getrocknet oder konzentriert. Dadurch sind im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Produkten noch Begleitstoffe wie sekundäre Pflanzenstoffe und damit mögliche Synergieeffekte vorhanden. Ob das Vitamin selbst aber aus einer natürlichen Quelle stammt oder synthetisch hergestellt wurde, kann der Körper nicht erkennen. Das Gleiche gilt für Mineralstoffe.

Woran erkenne ich ob BIO oder synthetisch hergestellt?

Viele Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln bewerben ihre Produkte mit Abbildungen oder Aussagen, die ihnen ein natürliches Image geben sollen. Der Begriff „natürlich“ ist für Vitamine und Mineralstoffe allerdings rechtlich nicht geschützt.

In erster Linie gibt die Zutatenliste Auskunft darüber, welche Zutaten in dem Nahrungsergänzungsmittel verarbeitet wurden. Aus der Bezeichnung der Zutaten muss auch hervorgehen, ob sie eine spezielle Behandlung erfahren haben, beispielweise ob Fruchtstückchen als Ganzes, getrocknet oder in Form von Pulver zugesetzt wurden.

Bei den meisten Nahrungsergänzungsmitteln werden isolierte, also aus Stoffgemischen abgetrennte oder synthetisch hergestellte Substanzen zugesetzt, zum Beispiel bei der Vielzahl von Vitamin- und Mineralstofftabletten. In der Zutatenliste stehen dann die Verbindungen, die zugesetzt wurden, beispielsweise Vitamin C, Ascorbinsäure, Magnesiumcarbonat oder ähnliches.

Finden Sie die Vitamine als solche in der Zutatenliste können Sie davon ausgehen, dass sie synthetisch, also im Labor hergestellt wurden oder mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen. Es ist zwar möglich, sie aus Lebensmitteln zu gewinnen. Dies ist aber in der Regel erheblich teurer.

Verwendet der Hersteller hingegen natürliche Zutaten wie Fruchtpulver oder Pflanzenextrakte, werden diese in der Zutatenliste auch so benannt. Häufig finden sich in Nahrungsergänzungsmitteln allerdings neben natürlichen Zutaten wie Pflanzenextrakten auch isolierte Vitamine oder Mineralstoffe.

Wenn man isolierte Vitaminzusätze meiden möchte, sollte man auf das Bio-Siegel achten:

Bio-Siegel der Europäischen Union Einführung am 1. Juli 2010
Das deutsche staatliche Bio-Siegel Einführung im September 2001

 

 

 

 

 

 

Was ist wichtig bei der Herstellung?

Effiziente automatisierte Technik und gute Kontakte zu diversen universellen Einrichtungen sind entscheidend. Wenn diese 2 Faktoren zusammenspielen, dann ist das technische Know-how auf diesem Gebiet schon optimal umgesetzt.

In modern ausgestatteten Laboren entstehen unzählige innovative Rezepturen für die unterschiedlichen Tabletten, Dragees oder Salben. Die Zulassungsdaten sind dabei entscheidend. Sie kommen aus allen europäischen Ländern und laufen bei den Lohnherstellern zusammen.

Was ist bei der der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln noch entscheidend?

Es sind die kurzen Produktionszeiten, die an schnellen Unternehmerentscheidungen gebunden sind.

Die Stärke eines Lohnherstellers steckt in der Schnelligkeit wichtige Entscheidungen zu treffen. Es muss unverzüglich auf den Markt reagiert werden. Rationelle Daten und Fakten helfen weiter schnelle Entscheidungen richtig zu treffen. Augenblickliche Situationen und schnelle Entscheidungen sind bei der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln also gefragt. Wer Nahrungsergänzungsmittel in Maßen herstellt, muss sein Handwerk zu 100 % beherrschen und auch umsetzen können.

Technisches Know-how in der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln genügt nicht, dieses Wissen muss gekoppelt sein mit hohen pharmazeutischen Kenntnissen. Zudem muss das Potenzial der Mitarbeiter gegeben sein.

Zeit, Mitarbeiter und Maschinen sind bei der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln die entscheidenden Faktoren.

Diese Faktoren müssen bei der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln perfekt aufeinander abgestimmt sein, damit sie sich auch sinnvoll ergänzen.

  1. Der Maschinenpark
    Olivenöl Zentrifuge

Der Maschinenpark muss immer up to date sein, er gilt als wichtiges Element bei der Lohnherstellung und darf sich deshalb als umfangreich erweisen. Gerade in der Tablettierung muss alles vollautomatisch ablaufen. Das Produktspektrum und das Produktionsvolumen sind von einem umfangreichen Maschinenpark abhängig. Investitionen sind immer wieder wichtig um bei dieser Branche bei der Führenden mitzuwirken.

  1. Die Mitarbeiter

Die Mitarbeiter in dieser Branche müssen perfekt ausgebildet sein und ihr Arrangement zeigen. Darum ist es wichtig, die Lohnherstellung für die Jugendlichen immer interessanter zu gestalten. Der Aufbau des Know-hows der Mitarbeiter ist also auf Dauer gefragt.

  1. Die Zeit

Der Faktor Zeit ist ein wesentlicher, in keiner Branche müssen so schnell wichtige Entscheidungen innerhalb von kurzer Zeit getroffen werden. Der Motor eines Lohnherstellers ist seine Entwicklungsabteilung. Hier wird aus jeder Rezeptur das Wichtigste herausgeholt. Das Thema Serialisierung spielt auch einen sehr wichtigen Aspekt bei der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln.

  1. Qualitätsmanagement
QM ist ein wichtiger Bestandteil für die Produkt- und Dienstleistungsqualität

Aber was ist Qualitätsmanagement genau? Das Qualitätsmanagement (QM) bezeichnet alle organisatorischen Maßnahmen, die der Verbesserung der Prozessqualität, der Leistungen und damit den Produkten jeglicher Art dienen. Ein wirkungsvolles und nachweisbares Qualitätsmanagement wird von den Standards zur Lebensmittelsicherheit gefordert. Qualität bezieht sich dabei sowohl auf die vermarkteten Produkte und Dienstleistungen als auch auf die internen Prozesse eines Unternehmens. Lebensmittelqualität teilt sich in verschiedene Qualitätskriterien auf. Diese sind aufgrund des vielfältigen Angebots von Lebensmitteln sehr unterschiedlich. Die Merkmale sind produktbezogen, aber auch eine Frage des Geschmacks und des Anspruchs. Die Qualität eines Lebensmittels wird durch die Gesamtheit seiner wertbestimmenden Eigenschaften definiert. Hierzu zählen folgende Faktoren:

  • Herkunft/Anbau
  • Qualität
  • Verarbeitung
  • Verantwortung
  • Lagerung
  • Verbrauchererwartung
  • Analytische Untersuchungen
  • Gesetzlich vorgeschriebene Qualität

Die gesetzlich vorgeschriebene Qualität leitet sich aus den geltenden Rechtsvorschriften ab, d. h. insbesondere aus den lebensmittelrechtlichen Vorschriften, u. a. dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch – LFGB, aus nationalen und EG-Verordnungen und aus dem Handelsbrauch.

  • Gesundheitliche ernährungsphysiologische Qualität

Der gesundheitliche Wert und die ernährungsphysiologische Qualität werden bestimmt durch den Energiegehalt, den Nährstoffgehalt und darüber hinaus durch physiologisch wirksame Inhaltsstoffe wie sekundäre Planzenstoffe oder Ballaststoffe, aber auch durch das Vorkommen oder die Abwesenheit unerwünschter Stoffe.

  • Genusswert/sensorische Qualität

Der Genusswert und die sensorische Qualität ergeben sich aus Aussehen (Farbe, Form), Geruch, Geschmack und Konsistenz der Produkte.

  • Eignungswert/Gebrauchswert

Der Eignungswert bestimmt die technisch-physikalische Qualität des Produktes und umfasst die Verarbeitungseignung von Rohstoffen und Lebensmitteln.

  • Nachhaltigkeit

Im Bereich der Verarbeitung werden im Hinblick auf die Prozessqualität auch Aspekte der Nachhaltigkeit betrachtet, beispielsweise der Verbrauch an Ressourcen wie Wasser und Energie oder Emissionen in die Umwelt.

  • Zertifizierungen

Viele Nahrungsergänzungsmittelhersteller lassen ihr Qualitätsmanagementsystem durch unabhängige Prüfinstitute zertifizieren. Sie tun das freiwillig, um sich selbst zu überprüfen und um sicher zu sein, die notwendigen Maßnahmen für die Sicherheit und Qualität ihrer Erzeugnisse durchzuführen. Es gibt eine Reihe von Qualitätsmanagementnormen, die die Qualität und Sicherheit der Produkte regeln und als Rahmen oder auch als verpflichtende Vorgabe für die Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems herangezogen werden. Sowohl auf Ebene der Zutaten als auch für das Produkt selbst sind Qualitätsanforderungen einzuhalten. Wichtige Normen und Richtlinien im Überblick:

  • GMP (Good Manufacturing Practices)
  • GSP (Good Storage Practices)
  • HACCP und GLP (Good Laboratory Practices)
  • Zertiikat DIN EN ISO 9001

Fazit

Jedem steht es frei, sich zu ernähren, wie er es für sich gut findet. Gerade deshalb tut Aufklärung in vielen Fällen not. Kontroverse Meinung darf, ja muss sogar sein. Ob eine Äußerung hinsichtlich einer toxischen Wirkung bei synthetischen Lebensmitteln falsch oder richtig ist, soll an dieser nicht bewertet sein.

Die Frage was chemisch und was natürlich ist, was für einen als gesund oder ungesund gilt, muss jeder für sich selbst beantworten. Der Mensch ist genetisch so individuell, dass Inhaltsstoffe bei verschiedenen Personen völlig unterschiedliche Wirkung entfalten können. Bei allen heute zur Verfügung stehenden Auskünften über Chemikalien und Inhaltsstoffe, denen diverse gesundheitsschädigende Wirkungen nachgesagt werden, ist es jedoch nicht einfach, valide Informationen zu erhalten. Synthetische Produkte pauschal als schlecht oder ungesund zu beurteilen ist somit nicht zielführend.

Das Ziel von Ökoanbau ist die positive Wirkung auf Böden und Biodiversität auf den Feldern und hat somit ein hohes Potenzial, Grund- und Oberflächenwasser zu schützen. Desweiteren ist das Ziel ökologischer Landwirtschaft ist eine möglichst artgerechte Tierhaltung, geregelt über spezielle Richtlinien. Eine lautet: keine langen Lebendtransporte von Tieren über große Distanzen. Die Tiere sollten möglichst hofeigenes Futter bekommen, statt zugekauftes Futter aus Übersee. Und: Um Boden, Grundwasser und Oberflächengewässer nicht mit Stickstoffüberschüssen zu belasten, ist die Anzahl der Tiere pro Fläche begrenzt. Im Ökoanbau sind chemisch-synthetische Pestizide verboten. Doch ohne Pflanzenschutzmittel kommen auch Biobauern nicht aus. Der Unterschied: Sie nutzen natürliche Mittel, die biologisch abbaubar sind – etwa Kupfer, Schwefel, Bienenwachs, oder Pflanzenöle. Dennoch können auch biologisch abbaubare Pflanzenschutzmittel oder Dünger in zu hohen Mengen schaden anrichten.

 

Quellen: Für diesen Artikel wurden Quellen der Verbraucherzentrale NRW herangezogen. Schaut auch mal hier vorbei: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/natuerlich-synthetisch-oder-gentechnisch-so-werden-vitamine-produziert-42581

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